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Geschichte Das Hotel Arminius Es begann vor etwa 215 Jahren, anno 1787, als der Kaufmannssohn Cornelius Schröder eine Gastwirtschaft in der Ritterstraße 2 eröffnete. Das Haus selbst wurde bereits 1577 erbaut. Im Laufe der Jahrzehnte wurde das „Gasthaus Schröder“ in „Gasthaus zu Schröders Erben“ (1825) und „Hotel Grimm“ (1939) umbenannt. Die erste urkundliche Erwähnung „Arminius Hotel“ stammt aus dem Jahre 1889. Von 1921 bis 1988 wurde das Hotel von der Familie Bonnermann betrieben. Seit nunmehr 1992 präsentiert sich das heutige „Hotel Arminius“ im neuen Gewand: 5 historische Fachwerkhäuser des 16. Jahrhunderts (Ritterstraße 2, 6, 8 sowie Schennershagen 2, 4) wurden 1990 bis 1992 liebevoll restauriert und durch 2 neue Häuser (Ritterstraße 4, 4a) ergänzt. Mittelpunkt der Hotelanlage ist der lichtdurchflutete „Wintergarten“. Der Charme historischer Fachwerkhäuser, verbunden mit moderner Hotelausstattung, begeistert seither einen internationalen Gästekreis. Die 11 Suiten im Hotel Arminius tragen die Namen der Geliebten des Arminius, z. B. Cenia, Tia, Minia, Varia, Catia - unsere Hochzeitssuite trägt den Namen „Thusnelda“. Sie war die Frau des Arminius und wurde später nach Rom verschleppt. Wer war Arminius? Arminius wurde wahrscheinlich im Jahre 17 v. Chr. als Sohn des Cheruskerfürsten Segimer geboren. Genau wie sein Bruder Flavus nutzte er die vom damaligen römischen Kaiser Tiberius ( 42 v. Chr. bis 37 n. Chr.) gebotene Möglichkeit, der römischen Armee beizutreten, um so zu militärischen Führern ausgebildet zu werden und später hohe Ämter bekleiden zu können. So hofften die Römer, die besetzten Gebiete fester an sich zu binden und Aufruhr unter den Menschen zu vermeiden. Diese Chance nutzte auch Arminius und erlernte das Kriegshandwerk. Für seine Verdienste gewährte man ihm römische Bürgerrechte und verlieh ihm die Ritterehre. Berühmt wurde Arminius durch die Schlacht im Teutoburger Wald im Jahre 9 n. Chr., bei der bekanntermaßen die römischen Legionen unter Varus vernichtend geschlagen wurden. Als Arminius im Jahre 7 n. Chr. in seine Heimat zurückkehrte, fand er sein Volk vom römischen Statthalter Publius Quinctilius Varus (46 v. Chr. bis 9 n. Chr.) unterdrückt vor. Zu schnell hatte dieser die römische Gerichts- und Steuerverfassung eingeführt. Er bedachte nicht, dass die Erhebung von Steuern in Germanien zu dieser Zeit noch kaum bekannt war und daher als Unrecht empfunden wurde. Deshalb konnte Arminius die zerstrittenen germanischen Stämme dazu bringen, sich gegen die Fremdherrschaft der Römer zu verbünden und dafür ihre Streitigkeiten zurückzustellen. Im September des Jahres 9 n. Chr. zogen die römischen Truppen von der Weser zurück ins Winterlager nach Aliso an der Lippe (heute Haltern in Westfalen). Für diesen Weg durch unwegsames Gelände hatte Arminius dem Feldherrn Varus „verlässliche“ ortskundige Pfadfinder zur Verfügung gestellt. Diese führten ein Heer von 3 Legionen (jeweils ca. 4000-5000 Soldaten plus eine Kavallerie von 300 Reitern), zusätzlicher Reiterei und dem gesamten Tross durch völlig unübersichtliches, sumpfiges Waldgebiet. Insgesamt waren ca. 25000 Mann mit Ausrüstung und Verpflegung unterwegs. Das auf Ordnung und Disziplin getrimmte Heer war in dieser Situation sehr verwundbar und kannte auch die örtlichen Gegebenheiten nicht, wogegen die Germanen mit ihrer Ortskenntnis und einer flexiblen Kampfweise in dem vertrauten Gebiet ihre Trümpfe voll ausnutzten. Das gesamte römische Heer wurde vernichtet. Lediglich ein Teil der Reiterei erreichte das Kastell Aliso. Angeblich, es konnte nie bewiesen werden, beging Varus noch während der Schlacht Selbstmord, ebenso wie viele seiner Offiziere. Die von den Römern als Feldzeichen mitgeführten Legionsadler wurden von den Germanen als Trophäen erbeutet. Der römische Kaiser soll nach dieser Schlacht gerufen haben: „Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder!“ Nach der Schlacht zogen sich die Römer zurück an den Rhein , fielen jedoch unter Germanicus 15. n. Chr. wieder in Germanien ein und besiegten Arminius ein Jahr später. Germanicus wurde nach Rom zurückbeordert und Arminius erreichte abermals den Abzug der Römer. Seitdem versuchten die Römer nicht mehr, Germanien zu erobern. |